Stadt Baden
Informationen ber das Berufsbildungszentrum Baden Nord.


Aargauer Zeitung vom 10. Mai 2007 / Balz Bruder


Beratung aus einer Hand ist gefragt


Standortkonzentration Beratungsdienste für Ausbildung und Beruf Aargau entwickeln sich

Der Verein Beratungsdienste für Ausbildung und Beruf (BAB) wähnt sich nach dem ersten Betriebsjahr auf gutem Kurs. Und ist am Konzentrieren und Konsolidieren: In Baden und in Aarau enstehen zwei grosse Zentren.

Die Vorgeschichte ist rasch erzählt: Vor zwei Jahren hat der Grosse Rat im Rahmen des dritten Pakets der Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden die Neuausrichtung der Beratungsdienste für Ausbildung und Beruf beschlossen. Und damit den Weg frei gemacht dafür, dass auf Anfang 2006 die Berufs- und Laufbahnberatung, die Studienberatung, die Beratung für Gesundheits- und Sozialberufe, die Info-Zentren, der Jugendpsychologische Dienst sowie die Lehrpersonenberatung organisatorisch unter das gleiche Vereinsdach kamen. Oder, mit anderen Worten: Bisher getrennt geführte, aber inhaltlich verwandte Beratungsangebote wurden sinnigerweise zusammen-geführt. Wobei der Konzentrationsprozess auch räumlich Spuren hinterliess › und noch nicht zu Ende ist, wie ein Augenschein beweist.

Baustellen in Baden und Aarau
Im Detail heisst das: Ab Anfang August in Baden und ab Anfang 2008 in Aarau wird der Prozess der Zusammenführung forciert. Und das ist schon heute sichtbar: An der Schmiedestrasse 13 in Baden, in unmittelbarer Nähe von Berufsschule, Berufsfachschule, Lernzentren und ABB Technikerschule, wird derzeit eine ehemalige Industriebaute auf Vordermann gebracht. Hier werden auf das neue Schuljahr hin Berufs- und Laufbahnberatung, Studienberatung, Jugendpsychologischer Dienst und Info-Zentrum einziehen. Nicht zu vergessen die Kantonale Schule für Berufsbildung, die sich auf den gleichen Zeitpunkt in den oberen Stockwerken des Altbaus oberhalb des Nordportals einmieten wird.

Interdisziplinäres Arbeiten
Und eine Baustelle gibt es auch in Aarau: Im neuen Geschäftshaus beim Kreisel Gais an der Herzogstrasse 1 laufen derzeit die Vorbereitungen für den Einzug von Berufs- und Laufbahnberatung, Junior Mentoring, Studienberatung, Beratung für Gesundheits- und Sozialberufe, Jugendpsychologischem Dienst, Lehrpersonenberatung, Info-Zenrum und Geschäftsstelle. Nach Aussage von BAB-Präsidentin Kathrin Nadler wird die Standortkonzentration damit abgeschlossen. Was nicht nur organisatorisch, sondern auch inhaltlich ein Vorteil ist, wie Geschäftsführer Thomas Eichenberger betont. Denn durch die Verknüpfung der unterschiedlichen Kompetenzen an einem Ort werden die Beratungsdienste für Ausbildung und Beruf in die Lage versetzt, interdisziplinär arbeiten zu können und schnell, effizient und unbürokratisch auf aktuelle Entwicklungen und Situationen in der Ausbildungs- und Berufswelt reagieren zu können.

Unabhängig und professionell
In den Kompetenzzentren werden Fragen zur Wahl der beruflichen und schulischen Grundbildung denn auch ebenso beantwortet wie Fragen zur Studienwahl, zur Weiterbildung, zur Laufbahnplanung sowie zur Arbeitsmarktfähigkeit. Absolventen von Ausbildungen der Sekundarstufe II sowie Lehrpersonen und Mitgliedern von Schulleitungen sämtlicher Stufen stehen zudem psychologische Beratung und Begleitung offen. Ein Modell, das sich nach übereinstimmender Aussage von Nadler und Eichenberger bewährt hat. Zum einen vereinfache die Unabhängigkeit der Institution die Zusammenarbeit mit verwaltungsinternen und -externen Partnern aus Bildung und Wirtschaft. Zum andern könnten die Abläufe der Organisation dank zentraler Steuerung von Produkten und Standorten gezielt verbessert und professionalisiert werden. Was wichtig ist, denn die Nachfrage in der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung steigt: Zwar spielen die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien eine zunehmende Rolle, die persönliche Beratung ist aber nicht zu ersetzen. Auch in Zeiten nicht, da die Konjunktur für eine deutliche Entspannung sorgt.

Wer sind die BAB?
Die Beratungsdienste für Ausbildung und Beruf Aargau (BAB) haben sich einen neuen Auftritt geleistet: «ask!» heisst es neu auf allen Medien der BAB. Und gefragt werden und sind die Beratungsdienste in der Tat, wie ein Blick in den Jahresbericht 2006 zeigt. Pro Jahr besuchen rund 30 000 Personen ein Info-Zentrum, beanspruchen rund 11 000 Personen eine persönliche Dienst-leistung und werden über 800 Veranstaltungen für die unterschiedlichsten Zielgruppen durchgeführt. In den BAB sind 103 Mitarbeitende tätig, davon rund 70 Beratungsfachpersonen. Der Jahresumsatz der BAB, die von den Departementen Bildung Kultur und Sport sowie Finanzen und Ressourcen, von den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren, weiteren kantonalen Stellen sowie von schweizerischen Konferenzen und Zentren als Auftraggeber und Partner getragen werden, beträgt rund 12 Millionen Franken. BAB-Standorte sind derzeit Aarau, Baden (ab August), Lenzburg, Rheinfelden, Wettingen (bis August), Woh-len, Zofingen und Zurzach, nachdem 2006 bereits verschiedene Regionalstandorte verschwanden.

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