Stadt Baden
Informationen ber das Berufsbildungszentrum Baden Nord.

Berufsfachschule BBB

Eine Schule an fünf Standorten


Die aktuelle Situation
Im April 1998 stimmte der Einwohnerrat der Zusammenlegung der Gewerblich-Industriellen Berufsschule Baden und der ABB Berufsschule zu. Daraus entstand die Berufsschule BBB BerufsBildungBaden unter der Trägerschaft der Einwohnergemeinde Baden. Die Zusammenlegung wurde 1999 organisatorisch aber noch nicht räumlich vollzogen. Die BBB ist auf fünf Standorte in der Stadt verteilt, was eine effiziente Berufsbildung erschwert.

Die Planung der räumlichen Zusammenlegung wurde durch die Ausarbeitung des Richtplan 1999/Berufsbildung des aargauischen Erziehungsdepartements unterbrochen. Im neuen Richtplan wurde Baden als einer der Hauptorte für die Berufs- und Weiterbildung bestimmt und die BBB hat vom Kanton neue Berufsfelder zugewiesen erhalten. Die Zahl der Berufsschler/-innen ist innerhalb von wenigen Jahren um rund 700 gestiegen.

Philosophie
Seit 1999 haben Schulleitung und Lehrpersonen in Teamstrukturen Schullehrpläne, zeitgemässe Lerninhalte, Qualitätsstandards, Strategien zu Wissensmanagement und modernen Administrations- und Fhrungsstrukturen erarbeitet. 2001 gelang die Zertifizierung nach ISO 9001:2000 (Finanzen, Verwaltung, Management) und im Jahr 2002 nach einer intensiven sechjährigen Pilotarbeit im Bereich Schulqualität auch die Zertifizierung nach Q2E (Unterricht und Management). Die Berufsschule BBB pr�entiert sich heute als zuverlässiger Partner von Gewerbe und Industrie und als Bildungsunternehmung, die für die Herausforderungen der Zukunft gerstet ist. Dem Ziel, eine Drehscheibe für Aus- und Weiterbildung, Innovation und Prosperität in der Region zu sein, ist die BBB bereits heute entscheidende Schritte näher gekommen.

Die Zukunft im Berufsbildungszentrum Baden Nord
An der Bruggerstrasse entsteht neuer Schulraum für die Berufsschler/-innen. Dank der klugen Architektur kann eine dem Lehrstoff und den heutigen Lehr- und Lernformen adäkuate Ausbildung gewährleistet werden.

Das Gebäude Martinsberg wird für die BBB Zentrumsfunktionen bernehmen mit Schulleitung, Mensa, Aula, Mediathek und mit Schulräumen der Berufsmittelschule und Gastronomie- und Körperpflege-Berufe. Das traditionsreiche Gebäude wird total saniert. Sporthallen und Parking entstehen in seiner unmittelbarer Nähe. Nach Jahrzehnten wird der Martinsberg endlich wieder städtebaulich von der Ebene Bruggerstrasse her erschlossen.

Flexible Schulräume für eine zeitgemässe Ausbildung
Rudolf Siegrist, Rektor der Schule BerufsBildungBaden BBB
Interview in der Abstimmungszeitung

Was bedeutet für Sie kluge Architektur im Schulhausbau?
Rudolf Siegrist: In unserem Fall hat die Bauherrschaft als Erstes die historisch gewachsenen Vorstellungen zum Schulhausbau kritisch hinterfragt. Die Neuorientierung der Berufsschulen verlangt eine andere architektonische Umsetzung und eine materielle Ausgestaltung, die einer lernenden Organisation wie wir eine sind gerecht werden.
Nach dem Hinterfragen folgte ein intensiver Entwicklungsprozess, dem die Evaluation der Bedrfnisse und das Formulieren der Anforderungen an einen zeitgemässen Unterricht vorausgingen. Diese Erkenntnisse haben wir den Architekten klar kommunizieren k�nen. Die Architekten haben anschliessend die berzeugenden Lösungen entwickelt.

Wie initiierten Sie Ihren Entwicklungsprozess an der BBB?
RS: Partnerarbeit, Gruppenunterricht, Binnendifferenzierung innerhalb der Klassen, individualisiertes Unterrichten, schlerzentrierter Unterricht, selbstständiges Lernen, elektronisches Lernen all diese Begriffe machen deutlich, dass sich der neue Geist im Berufsschul-Unterricht auch in der Architektur niederschlagen muss. Alle Lehrpersonen der BBB schwärmten zu einer Tour de Suisse aus und besuchten schweizweit neue Schulhausbauten. In einem Reifeprozess wurden anschliessend brauchbare Erkenntnisse diskutiert und verdichtet.

Was ist denn nun so anders an der zuknftigen neuen BBB?
RS: Berufsprozesse, die synergetisch zusammengehören wie z.B. Elektroniker, Informatiker und Automobilberufe sind im Schulhaus jeweils am gleichen Ort angesiedelt. Gemeinsame Lehrpersonen-Sttzpunkte werden die Zusammenarbeit wesentlich verbessern.

In der Berufsbildung sind Teilzeitlehrpersonen aus der Berufspraxis und Vollzeitlehrpersonen aufeinander angewiesen. Was die einen täglich automatisch durch ihre Einbindung im Berufsumfeld erfahren, ntzt den anderen zur Weiterbildung und zu einem einfacheren Zugang zur Praxis. Der Vollzeit-Unterrichtsprofi stellt andererseits seine Erfahrung in den Dienst des Kollektivs und ermöglicht so Synergien, die der Ausbildung der jungen Berufslernenden zugute kommen. Anders wird also vor allem die zentrale Unterrichts-Vorbereitung für den Lehrkörper eines ganzen Berufsfeldes sein, wo auch die Lehrpersonen der Allgemeinbildung integriert sein werden. Das ist das, was wir uns seit Jahren wnschen und was sich aus unserer Sicht nur positiv auf den Unterricht auswirkt.

Worauf sind Sie besonders stolz?
Ich freue mich, dass es den Architekten gelungen ist, den Begriff der lernenden Organisation so gut umzusetzen, und dass wir von der BBB und die Stadt Baden bei Bund und Kanton auf offene Ohren gestossen sind. Ein Schulleitungsbro, Sitzungsräume für die Fachgruppen, Lehrpersonen-Stützpunkte, hochmoderne Spezialräume, transparente Schulräume und Raum für Gruppenarbeiten mit elektronischer Anbindung an die weltweite Informationsbibliothek werden uns in Zukunft helfen, das Wissen von jungen Berufslernenden nachhaltig zu fördern.

Weitere Informationen
Kontakt

www.bbbaden.ch
BerufsBildungBaden
Rudolf Siegrist
Postfach
5402 Baden
Telefon 056 222 02 06
rudolf.siegrist@bbbaden.ch

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