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AZ online vom 28. Juli 2005 / Hubert Keller
BBB-Herzstück wird ausgehöhlt
Das markante Gebäude wurde in den vergangenen Monaten auf seine Tragstruktur zurückgeführt. Mit dem
"neuen" entsteht ein Schulgebäude, das modernen Anforderungen genügt, aber auch auf die ursprüngliche Architektur Rücksicht nimmt.
Die Baustelle ist imposant. Es ist nicht nur der "Martinsberg", dem die Architekten grösstmögliche Aufmerksamkeit schenken.
Für die künftige Berufsschule BBB sind zwei weitere Komplexe im Bau: Einerseits der Neubau an der Bruggerstrasse, wo ab Sommer
2006 die technisch orientierten Berufsleute unterrichtet werden, anderseits der dem "Martinsberg" vorgelagerte Neubau mit drei
übereinander liegenden Turnhallen und zwei Parkgeschossen.
Das ehemalige Gemeinschaftshaus der BBC, 1955 entstanden, ist ein Werk des renommierten Schweizer Architekten Armin Meili.
Im Lauf der vergangenen fünfzig Jahre ist es immer wieder veränderten Bedürfnissen angepasst worden, ohne dass jedoch ein
übergeordnetes Konzept vorgelegen hätte.
Wertvolle Architektur

Obwohl der gegenwärtig stattfindende Umbau der radikalste in der Geschichte des Gebäudes darstellt, soll die Qualität des unter kommunalem
Schutz stehenden Gebäudes erhalten bleiben, erklärt der verantwortliche Projektleiter Urs Riniker vom Architekturbüro Burkard, Meyer, Baden.
Allerdings sind die Rahmenbedingungen grundlegend anders.
Das Gebäude muss den Anforderungen an die Erdbebensicherheit genügen. über die ganze Gebäudehöhe werden deshalb vier Betonscheiben in die Gebäudestruktur
eingefügt. Um die Vorschriften des Versicherungsamts bezüglich Brandschutz zu erfüllen, wird unter anderem ein zweites Nottreppenhaus erstellt.
Hinzu kommen die technischen Anforderungen an ein modernes Schulzentrum. Die Räume werden den Bedürfnissen einer zeitgemässen Schule entsprechend
organisiert und gestaltet.
Wunderbare Aufgabe

"Die Besonderheiten von Meilis Architektur erhalten, wichtige Bauteile in ihren Originalzustand zurückführen, gleichzeitig ein modernes und zweckmässiges
Schulgebäude realisieren, das ist eine anspruchsvolle, aber auch wunderbare Aufgabe, wie sie uns nicht oft gestellt wird", erklärt Oliver Dufner,
Berufs- und Bürokollege von Urs Riniker. Trotz der erneuten Umnutzung werde der Charakter des Gemeinschaftshauses wieder spürbar gemacht.
Die mächtige dreigeschossige Holz-/Glasfassade wirkt durch ihre feingliedrige, ornamentale Rasterung. Sie ist in schlechtem Zustand und muss erneuert werden.
Fassadeneinteilung und Fenstergrössen bleiben erhalten.
Gegenwärtig sind zwischen 70 und 90 Arbeiter von rund 15 Unternehmen auf den drei BBB-Baustellen der Berufsschule beschäftigt.
Blick über die Baustelle des Sporttrakts auf die eingerüstete Fassade des ehemaligen BBC-Gemeinschaftshauses.
Imposant und eindrücklich ist die Baustelle der neuen Turnhallen.
Bauleiter Freddie Nosiadek erklärt die Bauarbeiten im ausgehöhlten Gebäude.
Fotos: Walter Schwager
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